Einen Welten-Baum in Obhut nehmen
Die Bäume:
- sind 2 - 4 Jahre alt
- 50cm - 100cm groß (Höhe ab Topfboden)
- Feldahorn, Spitzahorn, Bergahorn, Vogelkirsche, Eiche, Winterlinde, Hainbuche, Rotbuche, Elsbeere, Esche...
- die Erde von jedem Baum wurde mit der vereinigten Menschheitserde angereichert
Ich freue mich über eine Spende!
Baumhüter/innen gesucht
Der Plan war 400 Bäume anzusäen, damit in jedem Landkreis und jeder Kreisfreien Stadt Deutschlands ein globaler Baum steht, als Zeichen der Völkerverständigung. Während die kleinen Bäume so vor sich hinwuchsen, kam mir der Gedanke - wie soll das funktionieren? Wie will ich das kontrollieren. Möchte ich das überhaupt? Nein! Auf jeden Fall gibt es jetzt 400 Bäume, die sich vielleicht auch so - per Zufall - weit in Deutschland verbreiten.
Ich besorgte mir damals Samen, sammelte 450 Tetra-Packs, füllte diese mit Erde und legte einen Baumsamen hinein. Schnecken, Mäuse, Eichhörnchen, und Keimunlust sorgten dafür - oh Schreck - das nur 200 Bäume das erste Frühjahr erlebten. Diesen natürlichen Schwund ergänzte ich Stück für Stück. Nach dem ersten Jahr kamen alle Bäume in größere Töpfe und es wurde jeweils ein Teelöffel der vereinigten Menschheitserde hinzugegeben.
...Samen für die Bäume. Alle Walnüsse, die Maronen und ein Teil der Eicheln wurden im Winter von Mäusen und Eichhörnchen geräubert.
Wenn Sie einen Baum in Obhut nehmen, so hoffe ich, dass Sie ihn über die ersten Jahre hinweg hegen und pflegen. Sind sie doch Stellvertreter und Bindeglied zwischen Gegenwart und Zukunft. Für den Gedanken, das wir Menschen die vielen existenziellen Krisen der Jetztzeit erfolgreich meistern, einen Sinn für die Gemeinschaft der Menschheit entwickeln, und nicht erst in einer dystopischen Zukunft aufwachen werden.
...Familie und Freunde haben 6 Monate lang Tetra-Packs für das Ansäen gesammelt.
Erst wollte ich die Bäume verkaufen. Irgendwie hatte ich dabei aber immer leichte Magenschmerzen. :) Es passte nicht zum Projekt. Die Menschen haben mir die Erde geschenkt, und andere haben mir ein Statement geschenkt. Rund wird das Projekt erst wenn ich die Bäume verschenke.
Wer also einen dieser Bäume möchte, sollte mich via Mail wegen einem Termin kontakten. Ich habe eine Spendenbox - wer möchte kann hier gerne einen Obulus einwerfen.
Mit einer solchen Plakette könnten Sie auf die Besonderheit des Baumes hinweisen. Oder so:
"500 Menschen waren weltweit daran beteiligt, dass dieser Baum hier steht. Aus jedem Land der Welt wurde ein Teelöffel voll Erde gesammelt und zur vereinigten Menschheitserde vermischt.
In diese Erde wurde der Samen gesetzt. Der gewachsene Baum ist ein Zeichen der Völkerverständigung und der Globalisierung."
Gestiftet von ....
Die Vermischung der Welt ist hoch idealistisch - eine Utopie. Na und? Veränderung ist notwendig!
Es ist zutiefst demütigend für uns Menschen, mit welcher Gewalt und Dummheit wir uns selbst und andere schädigen. Wir befinden uns nicht nur in der Auseinandersetzung untereinander sondern auch im Krieg gegen die Natur. Die Vermischung der Welt ist auch als Friedensprojekt für die Natur gedacht. Blickt man auf die reale Welt ist manchmal schon eine "Nachbarschaftsverständigung" schwierig.
...3 von 400
Deshalb war es mir ein besonderes Vergnügen, zu sehen, wie meine Statementer/innen sinnbildlich fast 9 Milliarden Menschen - die alle anders sind - für einen kurzen Moment zu einem einzigen Organismus zusammen fügten.
Darauf hatte ich die ganzen Jahre hin gearbeitet. Zumindest auf der Ebene der Kunst einen Augenblick der globalen, friedlichen Einheit zu ermöglichen.
Für mich war es ein spiritueller Moment, und ich hoffe das wir Menschen einmal eine Bewusstseinsstufe erreichen, auf der wir das "Andere" akzeptieren können. Es als Notwendigkeit ansehen, den das Ganze ist mehr als seine Teile. Letztendlich erkennen wir dann: es gibt nur ein Volk, eine Nation, eine Gemeinschaft. Die Menschheit mit allem Lebendigen auf diesem kleinen Raumschiff Erde.